Verbrauch bei der Fahrt in die Frankreich Bretagne mit Fahrradträger

  • Hallo zusammen,


    wir sind dieses Wochenende mit Fahrradträger und zwei Bio-Mountainbikes in die Bretagne gedüst.


    Völlig überraschend fühlten sich die 1.300km mit 135km/h Tempomat in Frankreich an, als hätten wir die Mountainbikes vergessen.

    (135km/h am Tacho entsprechen laut GPS 130km/h). Man sieht die Reifen nur minimal im Rückspiegel und es gibt auch keine spürbaren Nick- oder Kippbewegungen. Es ist, als wäre man nur im SUV pur unterwegs, so in etwa 😅 es rollt sanft dahin …


    Wenn man der Anzeige des EQB trauen darf, dann haben wir auf den 1.300km im Schnitt 20,5 kWh / 100km verbraucht, was ich fast schon als absurd finde. Bei ionity in Frankreich zahlen wir mit dem Monatsabo 0,31€, was dann bedeutet dass die 100km gerade mal 6,35€ kosten. Verrückt !


    In Deutschland war das Tempo wie üblich langsamer beim freitäglichen Wochenend-/ Feierabendverkehr und den vielen Baustellen.

    Dort kamen wir auf 17 kWh / 100km bei 0,41€ für die kWh bei ionity, also 6,80€ auf 100km, aber auch deutlich langsamer als in Frankreich trotz der nicht limitierten Autobahn 😗


    Temperatur morgens im Elsass um die 25 Grad und in der Bretagne abends bei 35 Grad. Die Tour führte über die Pariser Südumgehung via Strassburg, Troyes, Orleans, Tours, Angers, Nantes in dem Golf von Morbihan. 6x Ionity Laden gewesen, 3x jeweils eine defekte Ionity und dann auch noch jeweils die drei Charger schon besetzt. Das heisst, vor der Säule kurz warten. Mein Eindruck: So langsam dürften die Säulen weiter zügig ausgebaut werden.


    Habe in Karlsruhe mit einem Servicetechniker gesprochen von Ionity, der gerade am reparieren war, ob noch mehr Säulen kommen. Der meinte dass die Tankstellenbetreiber/-pächter das entscheiden und die mit den Verbrennerparkplätzen und deren Pausen mehr Umsatz machen als mit den eAutos … weil Diesel Dieter nach 700km deutlich länger parkt und mindestens eine Stunde Zeit auf der Tankstelle benötigt für Pipi, Essen und Kinder bespassen und Souvenirs, während die eAutos nach 25 min mit Pipi und kleinem Snack wieder weg sind.


    Anbei ein Screenshot über Tempomat und Verbrauch

  • Die Bretagne ist eines unserer Lieblingsreisegebiete - zuletzt waren wir im Juni dort für 2 Wochen unterwegs. Geplant waren 3 Wochen, doch wegen der Hitze - ausnahmsweise auch an der Nordküste - sind wir wegen des Hundes eher heimgefahren.


    Die Strecke von der Halbinsel Crozon bis zur deutschen Grenze haben wir ohne Zwischentanken geschafft. Das Navi hatten wir übrigens auf „Mautstrecken vermeiden“ gestellt. Gerade die Strecken im Norden verfügen über gut ausgebaute Route National und mautfreien Autobahnabschnitte.


    Da wir mit dem VAN unterwegs waren, mit dem wir wegen seiner 3,85 to Zul.Ges.Gewicht ohnehin nur maximal 100 km/h fahren dürfen, ist der Zeitvorteil bei konsequenter Autobahnnutzung kaum gegeben.


    In F ist der Strom an den Ladesäulen deutlich günstiger, als in D. Der allgemeine Strom für die Verbraucher allerdings auch.


    Wie Du festgestellt hast, reist es sich in F viel entspannter als in D.


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    Einmal editiert, zuletzt von Uli ()

  • Wir hatten die Südroute unterhalb von Paris gewählt. Zum einen fahre Ich ungerne um Paris herum an Wochenenden und vor allem nicht während des Urlaubsreiseverkehrs der Franzosen. Die Südroute ist 50km länger als der direkte Weg, dafür zuckelt der Autopilot bei 135km/h und unspektakulärem Verkehr schnurrend vor sich hin.


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    Wir hatten bei der Planung mit „aBetterRoutePlanner“ bewusst die Ladepunkte auf ionity gesetzt (0,31€ pro kWh in Frankreich). Tesla wäre sowohl preislich teurer gewesen (0,35€ pro kwh), aber vor allem ist es ein Thema mit den kurzen Ladekabeln und der falschen Steckerseite an den alten Tesla-Ladern. Und dann kommt noch die Überlänge des Fahrradträgers hinzu.


    Die Ladepunkte kurz: Nancy (Houdemont), Troyes, Orleans, Longue les-Cossioniaires, Treilleres

    Reisebeschreibung

    Tesla Ladpunkt in Nancy - Hotel IBIS Budget Nancy Sud (Houdemont)

    Nach der obligatorischen Übernachtung bei Freunden auf einem alten Chateau in der Nähe von Nancy sind wir dann am morgen nach Houdemont gerollt und haben beim IBIS Budget Nancy Sud Hotel an einer uns wohl bekannten Teslaladesäule mit 8 Plätzen geladen (wenig besuchter Ladepunkt mit Hotel nebenan). Diesen Ladepunkt kannten wir von früheren Fahrten und wussten dass wir dort während des Ladens sehr gut Frühstücken können und gleichzeitig bis 8:00 morgens die kWh schlappe 0,19€ kostet.


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    (Bild von einer früheren Fahrt zu der IBIS Nancy Sud Teslaladesäule, damals ohne Fahrradträger)


    Ionity Ladestation in Troyes

    In Troyes haben wir die nächste ionity Station auf der Route angesteuert und hatten mit Glück die letzte freie Ladesäule ergattert. Die Brasserie nebenan bietet kostenlose Toiletten.


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    Ionity Ladestation in Orleans

    Die Ionity Ladpunkte in Orleans waren an Trostlosigkeit und zwei defekten Ladern (von sechs) nicht zu überbieten. Ausser einer öffentlichen Toilette war weit und breit nur Gewerbegebiet zu sehen und leider keinerlei Einkaufsmöglichkeit, so daß wir uns mittags gegen 13 Uhr hier mit knurrendem Hunger die Beine in den Bauch gestanden sind. Wir haben nach dem Laden das nächste McDonalds aufgesucht um uns dort mit dem Nötigsten( vor allem Kaffee) für die Weiterfahrt zu versorgen. Eine vernünftige Umgebung an einer Ladesäule wird immer relevanter, je länger die Fahrt andauert. Das wurde uns nach 5 Stunden immer bewusster. Eine reine Optimierung auf Fahrtzeit oder Ladezeit kostet ggf. Umweg wenn die Infrastruktur am Ladepunkt fehlt.


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    Ionity Ladestation in Longue les-Cossioniaires

    Der nächste Ladepunkt lag dann auf einem „Aire“ an der Autobahn, d.h. direkt an der Strecke an einer klassischen Autobahntankstelle. Hier kamen wir zeitgleich mit einem anderen Fahrer an, der neben uns laden wollte und mit einem französischen „MERDE !“ die letzte freie, aber kaputte Ladesäule kommentiert.



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    Ionity Ladestation in Treilleres

    Der finale Ladepunkt des Tages war in Treilleres, bei dem mehrere Einkaufsmöglichkeiten direkt daneben vorhanden sind. So sollte eigentlich ein idealer Ladepunkt gestaltet sein: Parken, laden, einkaufen, Toilette …


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    Fazit

    Wir werden uns bei der anstehenden Rückfahrt bewusst vom Mercedes eingebauten Intelligence routen lassen. Bisher hat die Mercedes eigene Routenplanung auf dem Rückweg zum einen weniger Ladepunkte vorgesehen als ABRP (3 statt 5), zum anderen liegen diese Ladepunkte auch noch auf „Aires“, was so viel bedeutet wie dass wir direkt an der Autobahn laden können ohne Abzufahren.


    Ich werde berichten …



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