SOH auslesen : über 100% und steigt mit den Wochen ??

  • Im November hatte ich einen EQB 350 mit 17000km als Jahreswagen gekauf (mit ordentlichem Rabatt : 44000 Fr bei Katalogpreis von 79000 Fr). Ich hatte dann vom Händler ein Xentry-Bewertungsprotokoll "A100 Hochvoltbatterie" verlangt.

    Da drin steht : "Ursprüngliche Batteriekapazität : 186.98 Ah, Aktuelle Batteriekapazität 187.58, "Ergebnis der Prüfung : Verbleibende Batteriekapazität : 100.33%", ist ja erfreulich, dürfte aber eher eine Messungenauigkeit sein.

    Nun habe ich aber von meinem Diesel-E350 noch ein älteres Diagnosegerät übrig. Dieses habe ich aktualisiert (ja, der Hersteller gibt regelmässig updates raus) und bin damit zum EQB, erstaunlicherweise hat das sogar funktioniert.

    Ich habe dann das Modul BMS geöffnet, da drin kann man jenste Daten auslesen zB die Spannung jeder einzelnen Zelle etc.

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    Aber auch die Batteriekapazität, es wurden 678200 As angezeigt, was 188.38 Ah entspricht.

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    Der Wert ist also nochmals 0.8 Ah höher als im November. Somit glaubt das BMS dass der SOH "100.75%" beträgt.... Wenn der Trend so weiter geht sind wir bald bei 105%... Spass bei seite, ich werde den SOH nun alle paar Monate mal auslesen.


    Sind diese 678200 As wirklich der momentan errechnte SOH, oder ist das eine fest einporgrammiert Zahl, quasi ein Sollwert ?


    Hat jemand von euch auch schon mal diese Batteriekapazität ausgelesen ? Mit welchem Trend ?


    Einen guten Rutsch ins 2026 wünsche ich.

  • Es ist normal, dass die Batterien eine Kapazität von über 100 % haben. Das war bei meinem auch so. Angeblich wurde das früh gemacht, um 100 % zu garantieren. Der Puffer war früher wohl großzügiger und wird mit jeder neuen Autogeneration kleiner und optimierter.


    Mich würde das Auslesegerät interessieren. Ich habe jetzt über 30.000 km zurückgelegt und würde gerne wissen, wie sich mein Akku verhalten hat.

  • Es ist ein schon etwas älteres iCarsoft MB V3.0 das ich ursprünglich für meine E-Klassen gekauft hatte, aber der Hersteller veröffentlich immer noch updates mit neuen Steuergerät-Profilen, ganz ohne Abo. So kennt das Gerät auch das BMS vom EQB und liefert umfangreiche Daten, wie die Spannung der einzelnen Zellen, von der gesamten Hochvoltbatterie die Spannung (384 V) und den Strom (zB 26.6 A) , und unter dem Kapitel CAN-Signale eben auch die Kapazität in As (678200 As = 188.39 Ah).

    Zuvor hatte ich umfangreich in all den bekannten EV-Foren gesucht wie man den SOH beim Benz auslesen kann. Der Tenor war aber überall : "Das kann nur eine Mercedes Werkstatt auslesen weil der Zugriff auf diese Daten über OBD von Mercedes gesperrt wurde". Mit meinem Bluetooth-Dongle und verschiededen Android-Apps bin ich dann auch nicht an diese Daten herangekommen. Dann ist mir eingefallen dass ich ja noch dieses alte iCarsoft Gerät rumliegen habe, und damit hat es dann zu meiner Verwunderung auch geklappt, obwohl da gar kein EQB Profil hinterlegt ist, nur EQC, das BMS vom EQB verhält sich aber offenbar gleich wie das vom EQC.

    Ob jetzt die angezeigten 678200 As tatsächlich dem SOH entsprechen weiss ich aber nicht, dazu müsste ich in ca 10000 km nochmals nachsehen ob sich der Wert geändert hat. Drum wäre ich auch interessiert was andere EQB Fahrer so für Werte haben.


    Diese Menus führen zu den Daten :

    Diagnose->VIN-Identifikation->Steuergeräte, dann weit runterscrollen bis BMS kommt, mit Enter auswählen, dann "Daten" auswählen, runterscrollen bis CAN-Signale kommt, nochmals Enter, dann die zu lesenden Signale auswählen und bestätigen.


    Übrigens habe ich noch eine Renault ZOE R135, da geht das ganz einfach über die CanZE App, ausserdem ist die Zoe-Communitiy viel aktiver, mit sehr vielen Nerds die einfach auf alles eine Antwort haben. Die Renault-Werkstätten haben jedoch allesamt null-Ahnung von ihren eigenen BEV's, da braucht man gar nicht erst nachfragen, die wissen wirklich nichts.

    Bin gespannt ob die Mercedes-Werkstätten auch alle im Tal der Ahnungslosen stehen, da bisher keine Probleme bei meinem EQB aufgetaucht sind, weiss ich das noch gar nicht. Bei all meinen E-Klassen gab es auch nur ganz wenige Mercedes-Werkstätten die sich wirklich gut auskannten. Am schlimmsten waren die Glaspaläste, die hatten auch null Ahnung.