e-Primacy sehr laut

  • Wir haben einen EQB mit e-Primacy und einen Renault Zoe mit normalen Primacy 4 (ganz normale Verbrenner-Version).

    Dabei fällt auf dass der EQB ein viel lauteres Abrollgeräusch hat als die Zoe.


    Der Verbrauch bei der Zoe ist übrigens 13.5 kWh/100, der EQB nimmt 16.7 kWh/100, auf genau der selben Strecke, was angesichts des viel grösseren Autos gar nicht so schlecht ist.


    Kann jemand anders noch vom seinen Erfahrungen mit e-Primacy berichten ?

  • Der ADAC hatte den Reifen wie im Link bewertet:


    https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/reifen/reifentest/sommerreifen/205-55-r16/michelin-eprimacy-id-4726/


    Das Abrollgeräusch scheint nicht das Hauptproblem dieses Reifens zu sein.


    Verbrauchoptimierung zu Lasten der Fahrsicherheit halte ich persönlich nicht für den richtigen Weg. Besonders in der Gewichtsklasse eines EQB, bei dem ich lieber 255er-Bereifung hätte als die 235er, wären mir bessere Fahreigenschaften wichtiger, als eine höhere Reichweite/geringerer Verbrauch und höhere Laufleistung.


    Gruß aus der Bretagne

    Uli

    MB EQB 300 4Matic - Baumonat 08/2023 - ab 08/2024

    Knaus BoxDrive 680 ME - Baumonat 10/2022 - ab 12/2022

    BMW Z4 35i e89 - Baumonat 06/2014 - ab 08/2015

    Triumph TR6 - Baumonat 01/1971 - ab 09/2004

  • ich habe das mal durch Claude AI analysieren lassen und finde die Ergebnisse ganz interessant:


    Der eigentliche Unterschied liegt im Zielkonflikt Rollwiderstand vs. Wasserableitung – und Michelin hat sich beim e.Primacy klar für Rollwiderstand entschieden.

    1. Gummimischung ("Energy Passive")

    Der e.Primacy nutzt eine Mischung aus hochelastischem Elastomer mit optimierter Elastomer-Füllstoff-Bindung. Das reduziert Energieverlust beim Walken des Reifens (= weniger Rollwiderstand), macht die Mischung aber steifer/weniger nachgiebig in der Haftfläche – genau das, was du bei Nässe brauchst, um Wasserfilm zu durchdringen und Grip aufzubauen. Der Primacy 4 nutzt eine Mischung, die auf Grip statt auf Energieeffizienz optimiert ist.

    2. Gürtelkonstruktion ("Slim Belt")

    Der e.Primacy hat dünnere Gürtellagen und dünnere, extrem luftdichte Gummilagen. Weniger Material = weniger Rollwiderstand, aber auch weniger Struktur, die den Reifen bei hoher Beanspruchung (Kurven-Aquaplaning) stabil hält.

    3. Profil

    Beide nutzen zwar die gleiche "Evergrip"-U-Rillen-Technologie zur Wasserableitung – das Profildesign ist also nicht der Haupttreiber. Der Unterschied entsteht in Kombination mit der weicheren/steiferen Mischung und dem CoolRunning-Seitenwandbauteil, das auf Energieeinsparung ausgelegt ist, nicht auf Kurvenstabilität bei Nässe.

    4. Wo sich das konkret in Zahlen zeigt

    Aktuelle ADAC/TyreReviews-Daten zeigen: Der e.Primacy hat zwar den besten Rollwiderstandsbeiwert im Feld (5,48 kg/t) und einen top Trockenbremsweg (36,1 m), landet aber beim Kurven-Aquaplaning auf dem letzten Platz und beim Geradeaus-Aquaplaning fast auf dem letzten Platz. Das ADAC-Gesamturteil zur Fahrsicherheit lautet deshalb nur "ausreichend" – primär wegen der Nassperformance.

    Kurz: Das ist kein Fertigungsfehler oder Qualitätsproblem, sondern eine bewusste Entscheidung. Michelin hat beim e.Primacy Rollwiderstand und Laufleistung auf Kosten von Nasssicherheit optimiert – vermutlich auch, um als OEM-Reife für Elektroautos (Tesla Model 3 z. B.) auf dem Papier bessere Reichweitenwerte liefern zu können. Das "ausreichend" bei der Fahrsicherheit ist in einem Premiumreifen dieser Preisklasse aber tatsächlich schwach – da hast du recht, dass "andere Philosophie" das beschönigt. Für einen Reifen, der als Sommerreifen bei jedem Regenschauer im Alltag läuft, ist das ein handfester Nachteil, kein Geschmacksunterschied.