Schön geschriebener Erfahrungsbericht - einige Punkte decken sich auch mit meinen Erfahrungen, die ich seit 08/2024 mit unserem 300er gemacht habe.
Die Kaufpreise gegenüber meinem Kauf in 08/2024 (EZ 08/2023, 8 Monate von WA gefahren, 9.790 km gelaufen, ehemaliger LP 72.400€ zzgl. Überführungskosten) scheinen für den EQB tatsächlich stärker angezogen zu haben. Mich hatte der 300er damals inkl. Flug Stuttgart/HH und Taxitransfer zur NL HH ziemlich genau 37.000 € gekostet.
Die Überführung von HH nach Uhingen hatte ich mit 2 Ladestopps erledigt. 1x privat an der Wallbox bei meiner Schwester im südlichen Münsterland und den zweiten nördlich von Frankfurt.
Der 350er, den wir dann 6 Wochen später noch für meine Schwester gesucht hatten, war schon deutlich teurer und das Angebot knapper.
Wir haben den EQB als Alltagskutsche im Rentnerbetrieb (hauptsächlich Kurzstrecken) gekauft - der Tiguan TDI-Motor wurde da gar nicht mehr richtig warm und es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis der Motor bzw. der Rußpartikelfilter hinüber gewesen wäre.
Mit der PV-Anlage auf dem Dach sind die Ladekosten mit ca. 1,50€/100km schon sehr günstig.
Wir haben wegen einer Wohnungskernsanierung im Ruhrgebiet aber auch 6x die Strecke Uhingen/Ruhrgebiet und zurück mit dem EQB zurückgelegt. Im Sommer lag auf diesen Langstrecken der Verbrauch bei 15,4 kWh/100km. Unter winterlichen Bedingungen hatten wir 19,0 und am letzten Sonntag 19,3 kWh/100km geschafft. Das „Geheimnis“ für den geringen Verbrauch lag in der Beschränkung der Geschwindigkeit auf 100 bis 110 km/h, denn wir sind zusätzlich auch mit dem Wohnmobil gefahren, dass uns vor Ort als Hotelersatz diente. Gewichtsbedingt ist da bei 100 km/h das Limit gesetzt.
Meine Frau fuhr mit dem EQB und hatte den Abstandstempomaten nicht benutzt (macht sie grundsätzlich nicht) und verbrauchsoptimiertes Fahren beherrscht sie auch nicht. Im Windschatten des Wohnmobils ist sie auch nicht gefahren.
Der momentane Durchschnittsverbrauch liegt übrigens bei 22,3 kWh/100km seit wir den EQB haben.
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Der heutige Tagesverbrauch ist erschreckend hoch, setzt sich allerdings aus 6 Einzelfahrten zusammen. Die Heizung verbraucht dabei viel Strom, denn der EQB musste dabei auch 6x aufgeheizt werden.
Das AMG-Gestühl ist sicher sportlich härter, als die Normalsitze. Meine Erfahrungen sind jedoch die, dass Langstrecken mit härter gepolsterten Sitzen für mich (mit Wirbelsäulenproblemen) viel besser zu ertragen sind, als weicher gepolsterte. Bei VW hatte ich mich immer für R-Line entschieden und im BMW Z4 habe ich mit den härteren M-Sitzen meine Freude.
Vor dem Z4 hatte ich 13,5 Jahre lang einen 300 SL aus 1988 - Baureihe R107 - mit dessen weichen Sitzen bin ich rückenmäßig nicht klar gekommen - nach 2 Stunden Fahrt hatte ich meist Rückenschmerzen.
Insofern war bei der EQB-Auswahl die AMG-Line die logische Konsequenz - vom Sitzkomfort bin ich immer noch sehr begeistert. Aber jeder empfindet das sicher anders.
Für den EQB als 300er oder 350er würde ich auch heute noch eine Kaufempfehlung abgeben. Das Nachfolgemodell käme übrigens für mich nicht in Frage - ein Panoramadach, das sich nicht öffnen lässt, halte ich für Blödsinn (dann lieber gleich ein Blechdach, das weniger wiegt und keine Probleme macht). Das Armaturenbrett wäre dann gleich auch noch ein weiteres Ausschlusskriterium.
Ich hoffe, dass uns der EQB erhalten bleibt, bis wir nicht mehr Autofahren wollen oder können. Er soll das letzte Auto sein, das wir im Alltag fahren.
Gruß aus‘m Ländle
Uli